UDP Newsletter — Mai/Juni 2026

Liebe UDP-Nutzerinnen und -Nutzer,

seit dem letzten Update Anfang Mai hat sich auf der Urban Data Platform spürbar viel getan — und es ist diesmal kein bloßes Feature-Listing. Vieles, was Sie sehen werden, ist die Grundlage dafür, dass die Plattform künftig mit Ihrer Organisation mitwächst: klarere Rollen, eine bessere Karte mit echten Touren-Planung und Sharing, schnellere Aktionen im Alltag — und eine Reihe kleiner Dinge, die einfach jetzt besser funktionieren.

Auf einen Blick: Rollen & Gruppen klar getrennt · Routen planen & teilen · Sonnen- und Schattenkarte · Quick-Actions direkt auf der Karte · neue Marker-Icons & Sensor-Typen · zahlreiche Fixes (u. a. Einladungen).

👥 1. Wer sieht was — endlich klar geregelt

Wir haben das Berechtigungsmodell aufgeräumt. Drei Begriffe genügen, um zu verstehen, wer im System was darf:

  • Admin (org-weit) — sieht und verwaltet die gesamte Organisation: Datenquellen, Dashboards, Nutzer, Connections. Der Schlüssel zum großen Bild.
  • Manager — kann innerhalb seiner Gruppen Mitglieder und Ressourcen verwalten, ohne die ganze Organisation umkrempeln zu können. Ideal für Abteilungsleitungen.
  • Member — sieht genau das, was für die Arbeit nötig ist: zugewiesene Dashboards, Datenquellen, Karten. Keine Bearbeitungsknöpfe, kein Lärm.

Gruppen sind das Werkzeug, mit dem Sie das alles sauber verteilen. Eine Gruppe bündelt Mitglieder und die Ressourcen, die sie sehen dürfen — z. B. „Klima-Team" bekommt drei Klima-Datenquellen und zwei Dashboards. Alles andere bleibt unsichtbar, automatisch.

Die Gruppen-Detailseite zeigt jetzt auf einen Blick, welche Mitglieder und Datenquellen drin sind und in welchen Dashboards die Gruppe bereits verwendet wird. Ein Filter „nur ausgewählte" macht große Listen handlich.

💡 Beispiel: Das Stadtwerke-Team Mobilität bekommt nur die Verkehrssensoren und das Mobilitäts-Dashboard. Das Klima-Team sieht weiter sein eigenes Set — und niemand stolpert über fremde Bereiche.

🗺️ 2. Karte — mehr drauf, schneller bedient

Routen-Builder (neu)

Sie können jetzt direkt in der UDP Touren anlegen: Stopps setzen, automatisch routen lassen, anpassen, speichern.

  • Geeignet für Baumbewässerung, Müll-Touren, Wartungsfahrten entlang Ihrer Sensor-Hotspots.
  • Routen lassen sich als GPX exportieren oder per Quick-Action direkt an HereMaps weitergeben — der Außendienst hat die Tour auf dem Handy, ohne Umweg.

Routen teilen (neu)

Was bei Dashboards selbstverständlich ist, gibt es jetzt auch für Routen:

  • Privat für Sie und Ihr Team.
  • Mit Passwort für externe Partner oder Subunternehmer.
  • Öffentlich für Bürgerinformation oder als Link für eine Pressemeldung.

Anonyme Empfänger bekommen eine schlanke, eigene Ansicht — kein Login, keine Konfiguration auf deren Seite.

Sonnenkarte

Live berechnete 3D-Sonne mit echter Tagesbahn pro Standort. Nützlich für Verschattungs-Checks bei PV-Anlagen, Hitzeinsel-Analysen und Aufenthaltsqualität.

Schattenkarte

Schattenwurf von Gebäuden in Echtzeit, animierbar über den Tagesverlauf. Sensoren bleiben dabei gut sichtbar — das hatten wir früher anders, jetzt passt es.

Quick-Actions direkt auf der Karte

Klick auf einen Marker — Aktion. Kein Umweg über eine Detailseite mehr:

  • SmartSocket an/aus direkt vom Pin.
  • Sensor-Details, Standort öffnen, navigieren aus dem Marker-Menü.
  • Sauber gerendert, auch auf dem Handy.

Neue Marker & Sensortypen

Wir haben das Icon-Set ausgebaut und farblich an die Sensortypen angepasst — Pumpen, Verkehrszähler, Bewässerung, Müll, SmartSockets und mehr haben jetzt eigene Symbole, statt im generischen Grau zu verschwinden. Sie erkennen Ihr Stadtbild auf der Karte schneller wieder.


🌍 3. Öffentliche Dashboards — voneinander lernen, miteinander teilen

Wir glauben, dass Smart Cities mehr werden, wenn sie sich gegenseitig über die Schulter schauen dürfen. Deshalb gibt es jetzt eine eigene Ebene für öffentliche Dashboards in der UDP.

  • Inspiration von dataMatters — wir teilen regelmäßig eigene Beispiel-Dashboards: Lärm, Klima, Verkehr, Bewässerung. Dienen als Vorlage, Ideengeber und Diskussionsgrundlage — Sie müssen das Rad nicht jedes Mal neu erfinden.
  • Voneinander lernen — Städte und Stadtwerke können ihre eigenen öffentlichen Dashboards bereitstellen und so untereinander zeigen, was bei ihnen gut funktioniert. Hürth lernt von Köln, Köln von Hürth, beide von uns.
  • Sie entscheiden, was raus geht — öffentlich wird nur, was Sie aktiv freigeben. Für alles, was sensibel ist, gibt es weiterhin gruppen-beschränkt und passwort-geschützt; beim Veröffentlichen prüfen wir gerne gemeinsam mit Ihnen, welche Widgets sich dafür eignen.
  • Eingebettet in die UDP — fremde öffentliche Dashboards öffnen sich in der vertrauten Shell (read-only). Kein zusätzliches Login, keine Konfiguration auf der anderen Seite nötig.

✨ 4. Kleinere Verbesserungen, die im Alltag zählen

  • Einladungen lassen sich erneut versenden — falls die erste Mail im Spam landet. Kein Löschen und Neu-Anlegen mehr nötig.
  • Datenquellen-Seite überarbeitet — Filter, die nur noch zeigen, was wirklich in Ihrem Workspace existiert; Bulk-Aktionen für Umbenennen, Tags und Export.
  • Sensor-Erkennung — die Detailseite erkennt das verbaute Modell automatisch (Dragino, Milesight, …) und verlinkt auf das Datenblatt.
  • Mobile Ansicht — Slideovers, Modals und Karten sitzen jetzt auch auf dem Smartphone richtig.
  • Mehrsprachigkeit initial ausgerollt: Deutsch, Englisch, Französisch, Chinesisch.

🐞 5. Behoben

Damit niemand erschrickt — ein paar wichtige Reparaturen aus den letzten Wochen:

  • Einladungen verschwanden manchmal → erneut versendbar, mit klarem Status.
  • Verbindungs-Status zeigte für Admins fälschlich Fehler → Status ist jetzt verlässlich und einheitlich für alle Rollen.
  • Datenquellen-Tabelle blieb für Mitglieder leer → Daten erscheinen wieder, mit den richtigen Filtern.

🔭 6. Was als Nächstes kommt

Dashboards-Makeover (in Arbeit)

Die Dashboards bekommen eine visuelle Frischzellenkur: neu designte Widgets mit klarerer Hierarchie, ruhigerer Typografie und einer Optik, die auch im Sitzungssaal oder auf dem Bürger-Display funktioniert. Zusätzlich kommen typ-basierte Widgets — ein Wasserzähler, ein Verkehrszähler oder ein Luftgüte-Sensor erkennt sein passendes Widget selbst und zeigt von Anfang an die richtigen Werte, Schwellen und Visualisierungen, ohne dass Sie das Widget manuell zusammenstellen müssen. Weniger Konfiguration, mehr Aussagekraft.

Spezialisierte Apps

Der nächste große Schritt sind spezialisierte Apps für komplexe Use Cases — jede mit eigenen Widgets, eigener Oberfläche und nahtlos eingebettet in die UDP, sodass sich der Wechsel anfühlt wie ein Raumwechsel in derselben Wohnung, nicht wie ein Toolwechsel.

  • Smart Waste — Füllstände, Touren, Auffälligkeiten und Bewohner-Feedback an einem Ort. Mit einer Oberfläche, die genau für Abfallwirtschaft gedacht ist.
  • Smart Gardening — Bewässerung, Bodenfeuchte, Hitzestress und Pflanzen-Inventar in einer eigenen, kompakten Sicht. Für Gartenbaubetriebe und kommunale Grünpflege.
  • Smart Building — Räume, Belegung, Energie, Luftqualität und Komfort — als gebäude-zentrierte Ansicht statt verstreut über generische Widgets.

Diese Apps geben Ihren Spezial-Teams mehr Kontrolle und Transparenz, ohne dass sie sich durch eine generische Dashboard-Logik kämpfen müssen — und gleichzeitig bleibt alles Teil derselben UDP, mit denselben Rollen, Gruppen und Datenquellen.

🎯 Demos sind weiterhin verfügbar — Smart Waste und BLE-Tracking können Sie direkt in der UDP ausprobieren. Smart Gardening und Smart Building folgen, sobald die ersten Versionen stehen.

💬 Feedback

Wir bauen die UDP entlang dessen, was Sie uns zurückspiegeln. Wenn etwas fehlt, hakt oder anders sein sollte — schreiben Sie uns, gerne kurz und konkret. Jede Rückmeldung landet im nächsten Sprint-Planning.

Alle Änderungen im Detail und Feedback-Möglichkeit: changelogs.urbanos.udp.city


Stand: 11.06.2026 · dataMatters Team